Sekt und Brezel

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This article was written on 07 Mrz 2013, and is filled under Allgemein.

Leider, leider, leider…

IMG_9725…leider ist es nicht möglich, immer alles zu gucken, was interessant ist. Weil es immer noch nicht möglich ist, an mehreren Orten gleichzeitig zu sein. Oder weil es keine Karten mehr gibt. Oder weil das Leben außerhalb des Theaters auch mal dran sein muss. So wie bei mir an diesem Wochenende. Der Kalender ist leer und soll es bleiben. Aber ich habe Lust, euch Entscheidungsschwierigkeiten zu verpassen, und zwar mit diesen tollen Arbeiten, die in den nächsten Tagen gezeigt werden.

Und ganz im Sinne des Darlings killen werdet ihr hier Freie Szene und Stadttheater bunt gemischt vorfinden – allerdings beschränkt aufs Ruhrgebiet. Sonst werde ich verrückt bei der Auswahl. Und verrückt sollt ja nur ihr bei der Entscheidung werden.

  1. FFT Düsseldorf. And on the seventh day. Kainkollektiv und Gudrun Lange. Das Darling Nr. 8 lautet: Künstler*innen arbeiten 24/7. Wer dieses Darling genauso zum Teufel jagen will wie ich, sollte sich die Arbeit „And on the seventh day“ vom kainkollektiv und Gudrun Lange ansehen. Möglich ist das noch heute (7.3.) oder am Samstag (9.3.) im FFT in Düsseldorf. Vermutlich ist das die letzte Chance in diesem Jahr! Aber hetzt euch nicht! Hetzen ist überschätzt. Wichtig ist nur, dass ihr sämtliche Theaterklischees zu Hause lasst. Lest euch am Besten den Ankündigungstext durch, dann werdet ihr besser verstehen, wie ich das meine.
  2. Schauspielhaus Bochum. Out of Body. Julio César Iglesias Ungo. Am Samstag (9.3.) ist eine Hamlet Premiere im Schauspielhaus Bochum. Die meinen wir aber explizit nicht! (Siehe Darling Nr. 9) Sondern die Vorstellung in den Kammerspielen: „Out of Body“ ein Tanz- und Theaterstück vom Choreografen Julio César Iglesias Ungo. Das Schauspielhaus kooperiert nun schon in der dritten Spielzeit mit der Herner Street Art Kompanie Pottporus/Renegade. Ungo arbeitete in „Out of Body“ nicht nur mit seinen Tänzer*innen, sondern auch mit dem Schauspieler Krunoslav Sebrek, die sich zusammen „auf eine Reise raus aus dem Körper begeben“. Außerdem hat Rasmus bei dem Abend die Musik gemacht, dass heißt auch nur Gutes!
  3. Ringlokschuppen Mülheim. Universal Export. Boris Nikitin. „Ja, wir sind Maschinen, aber wir sind keine trivialen Maschinen.“ Dieser Satz leitet den Ankündigungstext von „Universal Export“ ein, ein Abend von Boris Nikitin, gezeigt am Freitag (8.3) und Samstag (9.3) im Ringlokschuppen in Mülheim an der Ruhr. Theater trifft auf Hirnforschung, freier Wille auf neuronale Prozesse. Klingt sauspannend. Emese geht am Samstag hin und schenkt euch Morgen einen perfekten Abend um diese Vorstellung herum.
  4. PACT Zollverein. Pulling Strings. Eva Meyer-Keller. Im Theater wird oft Wert darauf gelegt, dass Dinge unsichtbar bleiben. Das Publikum soll das Licht sehen, nicht die Schweinwerfer. Souveräne Darsteller*innen, nicht die Nervosität hinter der Bühne, die Musik hören, aber die Mikroports vergessen. Eva Meyer-Keller nimmt sich Freitag (8.3) und Samstag (9.3) im Pact Zollverein Gegenstände vor, die im Theater zwar unverzichtbar, aber meist unsichtbar sind. „Pulling Strings“ heißt der Abend, der dem Publikum auf ungewöhnliche Weise verdeutlich, wo es sich eigentlich befindet.
  5.  Schauspiel DortmundSmall Beast. Paul Wallfisch & Guests. „Small Beast“ ist eine Musikreihe im Schauspiel Dortmund. Der musikalische Leiter Paul Wallfisch lädt seit über zwei Jahren einmal im Monat internationale Künstler*innen ins Institut nach Dortmund ein. Gegründet hat er das Format 2009 in New York, wo er in Manhatten wöchentlich seinen Musiksalon veranstaltete. Diesen Samstag (9.3.) heißt es „Big Small Beast“, denn Wallfisch zieht mit seinen Gästen um ins große Haus. Zu Besuch sind unter anderem seine New Yorker Band Botanica, die auch in der Inszenierung „Der Meister und Margarita“ dabei sind. Botanicamachen live richtig viel Spaß. Hingehen lohnt sich. Sehr.

Und? Was für euch dabei?

 

 

 

 

 

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