Sekt und Brezel

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This article was written on 15 Mai 2013, and is filled under 10 Fragen an..., Allgemein.

10 Antworten von mir.

So. Heute bin ich selbst mal dran. Gar nicht so einfach das Ding…

lisa poträt 1Name:  Lisa Kerlin

Beruf: Theaterbloggerin

Ausbildung: 3 Semester Vergl.Kultur- und Religionswissenschaft in Marburg. Dann Theaterwissenschaft und Komparatistik in Bochum bis zum B.A.

1. Wie bist du zum Theater gekommen?

In der Schule war ich in der Musical AG und fand die Bühne/das Theater immer irgendwie faszinierend.  Aber ich habe mich nie so richtig getraut, diese Faszination in Aktion umzuwandeln. In Marburg habe ich dann dringend noch ein Praktikum gebraucht und bin bei der Suche danach auf das Landestheater Dinkelsbühl gestoßen, die für eine Produktion eine*n Regieassistent*in gesucht haben. Zwei Tage nachdem ich dorthin geschrieben hatte, habe ich dort angefangen. Seitdem mache ich Theater.

2. Was haben deine Eltern dazu gesagt?

Das weiß ich nicht mehr so genau. Aber ich weiß noch, wie stolz sie waren, als sie das erste Mal eine professionelle Produktion gesehen haben, an der ich beteiligt war.

3. Was war deine Lieblingsinszenierung? / Mit wem hast du sie gesehen oder gemacht?

Meine liebste selbst gemachte ist „DAS GEISTERHAUS. nach allende.“ gewesen, die 2010 in der rottstr.5 in Bochum Premiere hatte. Das war eine unglaublich intensive Zeit und ich werde für immer stolz auf das Team sein, weil wir das zusammen hinbekommen haben.

Für nur eine liebste gesehene kann ich mich nicht entscheiden. Aber um zwei ganz besondere zu nennen: Einmal „Bildbeschreibung“ von Heiner Müller, bei der Laurent Chétouane Regie geführt hat. Sowas hatte ich bis dato noch nicht gesehen. Das war völlig unglaublich für mich. Und dann noch „Der perfekte Tag“ von René Pollesch. Danach bin ich mit einem Gefühl nach Hause gefahren, dass die perfekte Mischung war aus nachdenklich, belustigt, hervorragend unterhalten, angestrengt, überrascht und hundemüde.

4. Und was die schlimmste? Warst du wütend oder traurig?

Ich mag hier nicht sagen, welche die schlimmste war, die ich je gesehen habe. Wer das unbedingt wissen will kann mir gerne persönlich schreiben. Aber ich war wütend. Und traurig, Und fühlte mich einsam, weil um mich herum Standing Ovations losgingen und ich den Mund vor Entsetzen nicht mehr zubekommen habe.

Gelitten habe ich schon öfter bei der Theaterarbeit. Aber immer so, dass ich sie im Nachhinhein nicht vom Erfahrungskonto streichen möchte.

5 . Was liebst du am Theater? / Wo ist dein Lieblingsort im Theater?

Das „alle haben sich lieb“-Ding vor einer Premiere. Das Gefühl, sich etwas getraut zu haben. Meine Lieblingsorte sind die Maske und die Hinterbühne.

6. Und was geht gar nicht am Theater?

Krampfige Premierenfeiern. Elfenbeinturmgehabe.

7. Wenn du dir etwas fürs Theater wünschen könntest…?

Das es für viel mehr Menschen selbstverständlich wird hinzugehen!

8. Was, wenn nicht Theater?

Mode.

9. Was wolltest du immer schon mal gern im Theater machen?

„Bravo“ rufen. Aber ich trau mich nie.

10. Wie stehst du zu Getränken im Besucherraum? 

Ich habe immer eine Wasserflasche dabei und ich benutze sie auch.

 

One Comment

  1. Ruth
    15. Mai 2013

    Ich weiß noch, was deine Eltern gesagt haben: „Theater, das ist ja super. Da kannst du ja eine Ausbildung zur Bühnentechnikerin o.ä. machen.“ 🙂

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