Sekt und Brezel

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This article was written on 28 Mai 2013, and is filled under Allgemein.

Sowas wie Blogwatch…

IMG_0791Wir möchten euch regelmäßig auf dem Laufenden halten, was in der Theaterwelt so los ist. Aber es passiert ganz schön viel und dank des Tempos des Internetzes komme ich mir oft vor, als würde ich hektisch den Neuigkeiten hinterher hecheln – je mehr ich mich bemühe, desto später bekomme ich etwas mit. Sekt und Brezel als Liveticker für sämtliche Theaternews fällt also aus. Ganz möchten wir aber nicht darauf verzichten, euch mit der ein oder anderen Neuigkeit zu versorgen. Deshalb sammeln wir ab jetzt über die Woche hinweg alles was uns spannend, interessant und neu daherkommt und präsentieren euch jeweils Dienstags die geballte Ladung. Das ganze nennt sich „Sowas wie Blogwatch“, weil wir auch schauen werden, was die lieben Kolleg*innen zu sagen haben, erfreulicherweise wächst nämlich die Zahl der Blogs die sich auch mit Theater auseinandersetzen. Außerdem werdet ihr auch Hinweise auf Sachen finden, die nicht direkt mit dem Theater zu tun haben, die wir aber verbreitenswert finden. Wir interessieren uns ja auch noch für andere Themen! Falls ihr übrigens etwas habt, was euch super spannend erscheint, schreibt uns doch eine Mail an sektundbrezel@googlemail.com. Merci!

 

Les Flaneurs

Intelligente, teils lustige, teils nachdenkliche Texte über das Leben in der Großstadt. Die findet ihr auf einem meiner Lieblingsblogs: Les Flaneurs. Aus verschiedenen Großstädten Deutschlands schreiben Autor*innen über das was sie interessiert, bewegt aufregt und was ihnen in ihrer Stadt begegnet. Hin und wieder mal vorbeischauen ist von Vorteil!

 „Wenn wir am Verhältnis zum Zuschauer, an den Arbeits-Verhältnissen untereinander und an den Produktionsverhältnissen nichts ändern, können wir auch gleich die Inhalte so lassen wie sie sind.“

Heiner Goebbels, der künstlerische Leiter der Ruhrtriennale, hat in der Stuttgarter Staatsgalerie eine Rede beim kulturpolitischen Dialog „Die Zukunft der Kultur – Perspektiven für Politik und Gesellschaft“ gehalten. Goebbels fordert ein Umdenken in der Organisation und Struktur der Stadt- und Staatstheater, die die künstlerischen Prozesse hemme. Ich wäre bei der Umsetzung seiner Ideen dabei, denn sie picken sich aus freier Theaterszene und Stadttheater das beste raus. Aber lest selbst! (Ausgesprochen wurde die Rede übrigens schon im April, ist aber erst jetzt aufgeschrieben bei nachtkritik.de zu finden.)

Passend dazu: Die künstlerische Leitung der Ruhrtriennale wird immer für drei Jahre vergeben. Von 2012 bis  21014 war, ist und wird besagter Heiner Goebbels dran gewesen sein. Ab 2014 übernimmt Johan Simons, der bis dahin die Münchener Kammerspiele leitet, die als sehr bedeutendes Haus gelten, die künstlerische Leitung bis 2017.  Hier findet ihr mehr Infos, wenn auch zugegenbenermaßen nicht wesentlich mehr….

Online Petition

Wieder ein Theater, dem die Kaputtsparung droht. Diesmal geht es um das Theater Trier, ein Drei-Sparten-Haus, das in ernsthafte Schwierigkeiten kommt, sollten tatsächlich noch mehr Sparmaßnahmen ergriffen werden. Wenn ihr das Theater bei seinem Kampf unterstützen wollt, findet ihr hier die Online Petition. Ich habe es soeben getan.

Bedingungsloses Grundeinsingen

Hier haben wir euch schon über das Festival Impulse informiert. Nun gibt es einen Programmpunkt bei der diesjährigen Theater Biennale, der begeisterte Sänger*innen benötigt: Bernadette LaHengst setzt sich als „bedingungslose Chorleiterin“ mit dem bedingungslosen Grundeinkommen auseinander. In Berlin hatte dieses Projekt schon in den Sophiensaelen Premiere, soll aber bei den Impulsen mit nicht nur wiederaufgenommen, sondern im Prinz-Regent-Theater neu erarbeitet werden. Für alle die Lust dazu haben gibt es hier mehr Infos und die Termine.

„Münster liebt Mitmachtheater“

Im Stadttheater Münster stehen zur Zeit „Die Räuber“ von Schiller auf dem Spielplan. In der Inszenierung lässt der Regisseur und Schauspieldirektor Frank Behnke die Räuberbande als Occupy Gruppe auftreten. Dies nahm die „echte“ münsteraner Occupy Gruppe letzten Donnerstag zum Anlass die Aufführung zu stürmen, um so Aufmerksamkeit für die „europäischen Tage des Protestes in Frankfurt am Main gegen das Krisenregime der Europäischen Union“ zu schaffen. Die Münstersche Zeitung berichtete.

Schreibende Schauspieler*innen

Es gibt sie. Die Beides Könner. Die, die spielen UND schreiben können. Bestes Beispiel ist Katerina Poladjan, die mir mit ihrem Debüt „In einer Nacht, woanders“ tatsächlich eine Nacht ganz woanders bescherte. Ich habe das Buch nämlich in einer einzigen verschlungen! Jetzt legt Joachim Meyerhoff nach. Der Schauspieler des Wiener Burgtheaters (ganz bald des Hamburger Schauspielhauses) hat ein Buch über seine Jugend geschrieben. Hier findet ihr einen 4minütige Einblick in sein Werk „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war.“

 

Lisa

One Comment

  1. […] Kpok und ihrem letzten Zombie und die Damen und Herren von dem Blog Les Flâneurs, den ich euch hier schonmal ans Herz gelegt habe, haben das Kopfkino angeschmissen und uns verraten, was sie tun […]

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