Sekt und Brezel

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This article was written on 17 Jun 2013, and is filled under Allgemein.

Anna Kpok suchte den Zombie. Was für ein Freitag. Letzter Eintrag.

Puff, da soll es das auch schon gewesen sein.  Anna Kpok hat den ersten Teil ihres Zombie Freundes gefunden und das Jump´n´Run ist abgespielt. In Anbetracht der Aufbau- und Probezeiten ist es kurz extrem schade, dass wir es nur einen Tag gespielt haben. Aber es können ja auch noch Level 2 und 3 und… folgen.

IMG_0679Insgesamt haben wir fünf mal gespielt und es hat sehr viel Spaß gemacht. Sowohl uns als auch den Zuschauer*innen, zumindest ist das mein Gefühl. Leider hat es eine Gruppe im Laufe des Tages nicht geschafft den Endgegner zu besiegen. Sie hatten mich gesteuert und ich habe mir im Nachhinein lange Gedanken gemacht woran es gelegen hat. Ob ich zu viele Fehler gemacht habe, ob das Spiel für nicht so ComputerSpielVersierteMenschen langweilig, oder zu schwer ist… Wahrscheinlich ist es eine Mischung gewesen, aber besonders deutlich ist mir als Avatarin aufgefallen, dass diese Gruppe nicht miteinander gespielt hat, irgendwie haben sie nicht wirklich gespielt  – mit Spielen meine ich eine Leichtigkeit und Verspieltheit der Zuschauer*innen, die sie mitbringen sollten. Das Ganze darf nicht zu ernst genommen werden und vor allen Dingen muss die Gruppe miteinander reden. Deswegen nehme ich für die nächsten Level als Lehre mit, dass die Gruppe sich vorher kurz kennen lernen muss, bevor sie in die Spielwelt starten. Vielleicht müssen sie vorher gemeinsam einen Wodka trinken um nicht in eine krampfige Ehrgeizigkeit und Scham voreinander zu verfallen. Der Spieltrieb muss geweckt werden! Eine großartige Zusammenfassung von Tag 3 haben Aaron und Jonathan – die mit wahnsinnigem Arbeitsaufwand das Festival dokumentieren – gebastelt:

Zeitzeug_ Festival 2013: Tag 3 from Aaron Jablonski on Vimeo.

Am Samstag habe ich mich noch auf dem Festival herumgetrieben und von RodewaldFoest Produktion „An meinen toten Vater“ geschaut. Eine autobiografische Arbeit, die dem toten Vater des Schauspielers Holger Foest gewidmet ist. Sehr klar und berührend. Als Zuschauer*in kriegt man am Anfang einen MP3-Player, über den man alles hört – und somit für die Dauer der Performance für sich ist, in einer akkustischen Schutzblase. Auf der Bühne stehen zwei Performer, die zarte  Projektionsflächen herstellen, Denkmaschinerien anwerfen und es schaffen eine sehr intime und überhaupt nicht peinliche Atmosphäre zu schaffen. Eine sehr schöne Arbeit, die es schafft auf nicht kitschige Art über Trauer und Tod nachzudenken. Aaron und Jonathan haben ein Portrait von dem Künstler*innenDuo angefertigt und einige Sequenzen der Performance sind auch zu sehen:

Zeitzeug_ Festival 2013: RodewaldFoest Produktion – An meinen toten Vater from Aaron Jablonski on Vimeo.

Insgesamt war das Festival toll und großes HUT AB für das komplette Orga-Team und alle Helfer*innen!!! Nächstes Jahr wieder.

Nun werde ich versuchen meinen Bunker-Schnupfen auszukurieren und herauszufinden, was da heut Nacht noch in der Türkei losgewesen ist…

Emese

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