Sekt und Brezel

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This article was written on 03 Jun 2013, and is filled under 10 Fragen an..., Allgemein.

vier mal zehn beantwortete fragen.

Freude! Oh große Freude! Zum Start in eine neue Woche haben wir wieder einen ausgefüllten Fragebogen für euch! Das Besondere dieses Mal: Es haben gleich vier Künstler*innen auf einmal unsere zehn Fragen beantwortet. Die tollen Beckmanngeschwister nämlich, noch besser bekannt als SPIELKINDER. Die vier Beckmänner*innen arbeiten alle im Theater und sind alle regelmäßig auf der Bühne zu bewundern — (Über Lina haben wir hier auch schonmal berichtet.) einzeln und gemeinsam. Unter dem wunderbaren Titel „Wenn du dich für die Freiheit entschieden hast kann dir gar nichts passieren, nie.“ sind sie im Verbund am 4. und 5. Juni (ja genau, Morgen und Übermorgen) bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen zu sehen, unterstützt von den Kollegen Uwe Frisch- Niewöhner, Christoph Jöde und Charly Hübner. Hin da!

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Name: Maja, Till, Nils und Lina Beckmann (v.l)

(Am Fenster Uwe Frisch-Niewöhner, Chrsitoph Jöde, Charly Hübner (v.l). Das Foto hat Marie Köhler gemacht.)

Beruf: Theater, Projekte, Programme.

Ausbildung: Schauspielhaus Bochum, Schauspielschule Bochum, Theater Kohlenpott, HFMT Hamburg (abgebrochen).

Homepagewww.beckmannkunst.de und auch bei facebook. (regelmäßig checken! bei den vieren ist richtig viel los!)

1. Wie bist du zum Theater gekommen?

Maja: Zu Fuß.

Lina: Mit dem Fahrrad

Nils: Über Umwege.

Till: Ganz langweilig: Jugendclub am Theater.

2. Was haben deine Eltern dazu gesagt?

Maja: Die haben immer eine schützende Hand über mich gehalten

So konnte ich nicht abheben, aber auch nicht auf den Boden fallen.

Lina: „Mach doch was du willst.“

Nils: „Bitte nicht noch einer. Aber vertragt euch.“

Till: „Ach du scheiße! Jetzt ist auch egal.“

3. Was war deine Lieblingsinszenierung? / Mit wem hast du sie gesehen oder gemacht?

Maja: Schwierige Frage. Lieblingsinszenierungen sind alle die, in denen meine Geschwister mitspielen.

Rückblickend waren auch die für mich schwierigen Inszenierungen für etwas gut. Aber ihr merkt schon an der verschwurbelten Antwort dass es für mich schwierig ist, auf eine einfache Frage zu antworten.

Lina: Das letzte Stück von Pina Bausch. Und so viele andere.

Nils: Gesehen:  „Romeo und Julia“ von David Bösch am Schauspielhaus Bochum.

Gemacht: „Kopf oder Zahl“ von Katja Hensel, am Theater Kohlenpott. Regie: Frank Hörner.

Till: Gesehen: 2006 am Schauspiel Essen: „Volksvernichtung oder Meine Leber ist sinnlos“ von Werner Schwab. Regie: David Bösch. Gemacht: Siehe Nils.

4. Und was die schlimmste? Warst du wütend oder traurig?

Maja: Ich war sehr oft wütend und traurig. Aber ich möchte keine Namen nennen. Okay, Armin Holz war  schon schlimm.

Lina: Doofes Gefühl wenn man beim Theatermachen wütend oder traurig ist. Lässt sich aber leider nicht vermeiden. Kommt immer wieder vor.

Nils: Schön waren sie alle.

Till: Musicaltour durch Deutschland ohne singen zu können. Bis zu dreimal am Tag in unpersönlichen Riesenhallen spielen, Finstere Hotels, ewiges Fahren. Hab ich heute noch Alpträume von. Ansonsten ne Prise Wut und ein Schuß Trauer ist immer dabei.

5. Was liebst du am Theater? / Wo ist dein Lieblingsort im Theater?

Maja: Am Theater liebe ich dass es Theater ist. Mein Lieblingsort ist die Toilette im dritten Stock des Schauspielhauses Bochum. Mein Rückzugsort.

Lina: Im jeden Theater hatte ich verschiedene Lieblingsorte. In Bochum die Toilette neben der Probebühne. Kann man über halb Bochum gucken.

Nils: Ich liebe das Proben, das Ausprobieren und das Spielen. Daher bin ich am liebsten auf Probebühnen und Bühnen.

Till: Gute Geschichten. Dann das Probieren, Erfinden, Verwerfen, Streiten, Überwinden, Vertragen mit Menschen die ich mag. Kurz: unsere Proben.

Das Theater immer im Moment stattfindet. Das es so schön unbeständig und „flatterhaft“ ist. Schwieriges Publikum erobern.Wenn es auf der Bühne fließt.

6. Und was geht gar nicht am Theater?

Maja: Strukturen die blockieren.

Lina: Im Theater geht alles. Auch das was eigentlich gar nicht gehen sollte.

Nils: Theater sollte der Ort der Möglichkeiten sein, geht nicht gibt es nicht.

Till: Ideenlosigkeit, Langeweile, Mutlosigkeit, Gehabe.

7. Wenn du dir etwas fürs Theater wünschen könntest…?

Maja: dann wäre das ein Platz im Himmel. Und Zuschauer die gerne kommen.

Mehr Bewundern, weniger kritisieren.

Lina: Ewigkeit.

Nils: Das ganz viele Menschen gerne kommen, bleiben und wiederkommen. Immer. Und Freunde mitbringen.

Till: dass es weniger antiquiert und akademisch wirkt. Anziehungskraft

8. Was, wenn nicht Theater?

Maja: die Frage stellt sich nicht.

Lina: In einer Bar in Italien arbeiten

Nils: Ach, ja…

Till: Wrestling und meine Lamazucht.

9. Was wolltest du immer schon mal gern im Theater machen?

Maja: Drachen töten. Oder mit Christoph Jöde ein Gangstarapper-Konzert geben. Oder einen Cowboy spielen. Oder den Hauptmann von Köpenick.

Lina: Ein Stück ohne Sprache.

Nils: Kontrabass spielen.

Till: Einmal in so  einer richtigen Materialschlacht mitspielen. Im Schlamm wälzen, durch den Saal fliegen, Feuer spucken, riesige Stahlteile zerflexen, die Bühne fluten. So Sachen halt. Oder Wrestling. Oder einmal mit Jörg Bausch und dem Wendler die Bühne rocken.

10. Wie stehst du zu Getränken im Besucherraum?

Maja: Macht doch was ihr wollt. So lange ihr nicht mit Flaschen schmeißt.

Lina: Ja, unbedingt. Immer ordentlich eingießen.

Nils: Ich trink gerne hinterher noch mit den Leuten…aber es kommt drauf an, was man wo und wie zeigt.

Till: Bei 5 Stunden „Krieg und Frieden“ bin ich dafür.

 

Danke! Danke! Danke! Danke!

 

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