Sekt und Brezel

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This article was written on 28 Jun 2013, and is filled under Allgemein.

Wetter Wetter Wetter.

IMGP7180Wetter. Alles was ich höre ist Wetter. Facebook explodiert von Statusmeldungen wie: „Sitzheizung Ende Juni“. „Endlich Herbst.“ oder „Der kleine November möchte aus dem Juni abgeholt werde.“ Ich bin an dieser Stelle humorlos. Mich macht das sogar ganz schön traurig. Irgendwas scheint da draußen im Gange zu sein, sich nachdrücklich zu verändern. Die Gründe dafür kennen wir alle und wenn nicht, dann wird es Zeit sich zu informieren. Ich halte mich für einigermaßen auf dem neuesten Stand und versuche mich dementsprechend klimaschonend zu verhalten, auch wenn das nur ein lauwarmes  Tröpfchen auf einem verdammt heißen Stein ist. Aber was ich mich darüber hinaus frage: Wie entgehe ich der Wetterdepression? Wie kann ich Morgens aus dem Fenster gucken ohne das Gefühl zu haben, am grauen Himmel ablesen zu können, in was für einer verkorksten Welt wir leben? Denn mit mieser Stimmung ist niemandem geholfen. Nie. Ich könnte euch zur temporären Aufheiterung mit lustigen Anekdoten der heutigen „Männerhort“ Probe beglücken. Aber ich fürchte, dass würde nicht viel bringen. Nicht, weil wir heute nicht gelacht hätten. Sondern weil Theaterproben auch Insiderproduktionsmaschinen sind. Viele Dinge, die auf Proben passieren, sind nur dort und nur mit den dort Anwesenden Menschen lustig. Oder kann jemand von euch über den Satz:“ Das ist keine Abendprobe!! Ich kann das jetzt nicht!“ lachen? Vermutlich nicht, aber ich habe mich heute deswegen gekringelt.

Was in Wahrheit auch nicht so richtig als Aufheiterung funktioniert ist trotzdem/ aus Trotz sommerliche Sachen zu machen, obwohl er nicht zu sehen ist. Mir jetzt einen großen Eisbecher zusammenzustellen und mir Flip Flops anzuziehen, macht mir seine Abwesenheit nur noch bewusster. Was eher hilft: Radikale Akzeptanz mit einem Schuss kritischer Aufgewecktheit bezüglich des Weltzustandes. Und wem das zu naiv klingt, starre einfach eine Weile auf die Überschrift dieses Beitrages. Denn nach kurzer Zeit verliert das Schriftbild seine Bedeutung und vielleicht in diesem Zuge auch der Regen den Einfluss auf die Stimmung. Eine andere Option ist, wie jeden Freitag, das Kopfkino anzuschmeißen und sich in eine andere Realität hinein zuträumen.Um sich vom sanften Regengetrommel wieder wecken zu lassen.

Wenn alles anders wäre würde Emese…ein Café in Berlin Prenzlauerberg eröffnen, alles wird pastell farben und vegan und bio. Es wird eine Kinderecke geben und Wasserkaraffen.

Und Lisa würde so lange meditieren, bis sie allen mit ihrer unumstößlichen Gelassenheit unendlich auf den Zeiger gehen würde. Aber das wäre ihr egal. Sie würde es wegatmen.

Ein gutes Wochenende euch allen! Lisa

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