Sekt und Brezel

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This article was written on 21 Mrz 2013, and is filled under Allgemein.

warum, warum…?! …ach, warum denn nicht!?

Letzten Sonntag wollte ich einfach einen tollen Tag haben. DaWanda Designmarkt mit Lisa und Britta, Restaurantbesuch mit Jannes und dann anschließender Theaterbesuch. Die Planung stimmte soweit.

IMG_9928Der Designmarkt war völlig überlaufen. Es war viel zu eng. Ich verstand es nicht. Wieso auf so wenig Raum, so viele Aussteller*innen?! Warum mit einem Ausstellertisch die Kuchentheke verstellen?! Warum grüner Kuchen? Warum bringen manche Menschen ihre Hunde mit zu solch einem Ort? Wir kämpften uns schneller als gedacht durch die Taschen, Buttons und Ohrringe – die wir meist nur aus der Ferne sahen. Was an dem Eisbahnsystem der Fortbewegung lag. Es ging immer nur in eine Richtung. Alle gingen immer in eine Richtung. Alle wurden immer in eine Richtung gedrückt. An den Rand, zu den Tischen mit den hübschen Sachen, vorzudringen war fast unmöglich. Schade. Warum, warum…? Wir entschieden uns, uns nicht aufzuregen. Ist halt so. Weil viele Menschen schöne Dinge mögen. Darum. Weil nicht immer alles so sein muss wie in meinem Kopf vorher. Also, warum denn nicht auch den anderen den Spaß gönnen. Auch mit ihren Hunden von mir aus.

Das indische Restaurant Om Namaste, wo ich danach mit Jannes verabredet war, hatte in der eingeplanten Zeit zu. …warum? Warum, warum? Ich hatte so Lust auf indisches Essen. Gut. Dann umdisponieren. Also, warum dann nicht die „frische deutsche cross-over Küche“ ausprobieren?! Ab in den Kitchen Club. Gute Entscheidung! Das war lecker!

Theater, Theater! Ich mag das Theaterhaus in Dortmund. IMG_9865Die fast klinisch reine Ausstattung im Foyer wirkt faszinierend. Vielleicht weil es schon irgendwie abstoßend ist? Zumindest haben die Dortmunder Theatermenschen es sehr gut verstanden, diesem Theaterhaus mit Arztpraxisflair durch die richtige Image Kampagne einen subtilen Hauch von Rock´n´Roll zu verleihen. Ja, und was ich dann zu sehen bekam hatte bestimmt auch was mit Rock´n´Roll zu tun. Wieder verstand ich es nicht. Warum diese Videoprojektionen? Warum so viel Blut auf dem weiblichen Jesus? Warum jetzt nackt? Und warum trat mir die Tante hinter mir immer in den Rücken wenn sie lachte? Überhaupt, warum lachte sie? Aber, die Menschen um mich herum schienen begeistert zu sein. Warum? …ach, warum denn nicht?! Ist doch irgendwie gut. Ich versteh es nicht, aber gut für die! Ich habe mich ruhig verhalten und bin IMG_9858in der Pause gegangen. Gut, dass es eine gab. Ich bin meistens zu schüchtern mitten in einer Inszenierung zu gehen. „Entschuldigen Sie, ich muss jetzt wirklich ganz schnell hier durch…“ Quetsch, Schieb, Körperteile von fremden Menschen an Stellen… Also, Der Meister und Margarita war nicht meins, aber muss ja auch nicht. Warum auch?! Am Sonntag habe ich es gelassen genommen. (Das ist nicht immer so…!) Für mich gibt es andere Abende, wo ich bestimmt nicht nochmal der Rückentretfrau begegnen werde. Die scheint nämlich auf ein anderes Theater zu stehen als ich. Wie gut für mich!!

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