Sekt und Brezel

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This article was written on 22 Apr 2013, and is filled under Allgemein.

10 Antworten auf 10 Fragen.

Wie schön, wenn zum Wochenstart ein neuer voller Fragebogen das Postfach ziert! Dieses Mal stellte sich der Theaterregisseur Leonhard Koppelmann unseren Fragen. Ich hatte das Glück, Leo bei der Arbeit „Arsen und Spitzenhäubchen“ in Dortmund als Souffleuse unterstützen zu können, die er im Team mit Peter Jordan geleitet hat. Diese Produktion hat mir bestätigt, dass hochkonzentriertes Arbeiten und ganz viel Spaß durchaus Hand in Hand gehen können. Und sollten! Es war mir eine Freude!!

Leo ist übrigens auch in Sachen Hörspiel unterwegs, z.B. hat er Regie bei dem Hörspiel „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ geführt. (Richtig, der Roman hat 2011 den Deutschen Buchpreis gewonnen) Viel Spaß beim Lesen des Fragebogens und besondere Beachtung bitte für die Antworten auf die Fragen 6 und 7! Word!

 

Leo KoppelmannName:  Leonhard Koppelmann

Beruf:  Autor/Regisseur

Ausbildung: Schauspieltheaterregie an der Universität Hamburg

1. Wie bist du zum Theater gekommen?
Aus Neugierde…

2. Was haben deine Eltern dazu gesagt?
Bleib neugierig…

3. Was war deine Lieblingsinszenierung? / Mit wem hast du sie gesehen oder gemacht?
Theater hat gegenüber allen anderen dramatischen Kunstformen den Vorteil gegenwärtig und live zu sein und ist nicht zwingend für die Ewigkeit konzipiert… deshalb gibt es (fast) jedes Jahr eine neue Lieblingsinszenierung und das bleibt hoffentlich auch noch lange so…

4. Und was die schlimmste? Warst du wütend oder traurig?
Was live und lebendig ist, beinhaltet auch immer die Möglichkeit des Absturzes – vor diesem permanenten Wagnis habe ich grundsätzlich Respekt.  Die Kollegen Schauspieler spielen Abend für Abend mit Leib und Seele für das Publikum, egal ob die Inszenierungskonzepte vorher aufgegangen sind oder nicht, dieser Konsequenz gilt zuallererst meine Hochachtung.  Ärgerlich finde ich nur jede Form von mangelndem Respekt: gegenüber den Autoren, den Talenten und Möglichkeiten der Schauspieler, den handwerklichen Notwendigkeiten für einen Erzähltransport… das ist keine Götzenanbetung, denn es geht mir nicht um einen formativen Respekt (Klassiker nur klassisch inszenieren… das ist Quatsch!), es geht mit um den ursächlichen Respekt vor den vielfältigen Arbeitsleistungen die einen Theaterabend erst möglich machen, denn Theater ist immer ein Teamplay und Regie ist nur ein kleiner Baustein darin.

5 . Was liebst du am Theater? / Wo ist dein Lieblingsort im Theater?
Das es von Abend zu Abend neu entsteht.  Theater ist ein lebender Organismus, beseelt von den Kollegen Schauspielern, Autoren, Technikern, künstlerischen Mitarbeitern…

6. Und was geht gar nicht am Theater?
Sich schlauer als sein Publikum zu fühlen und von der Bühne herunterzudozieren… Theater ist ein Erlebnisraum der auf Augenhöhe operiert und Platz für eigene Erfahrungen im Kontext der Erzählung auf der Bühne herstellen muss!

7. Wenn du dir etwas fürs Theater wünschen könntest…?
Ein lebendiges Publikum, dass weiterhin von den Möglichkeiten und Chancen des Theaters begeistert ist und Tag um Tag dieser tollen Kunstform Aussagen und Geschichten abringt…

8. Was, wenn nicht Theater?
Hörspiel.

9. Was wolltest du immer schon mal gern im Theater machen?
Die Frage stellen wir uns vor jeder Inszenierung… und von Zeit zu Zeit haben wir in den Inszenierungen auch die entsprechenden Antworten darauf gefunden…

10. Wie stehst du zu Getränken im Besucherraum?
Kommt auf die Art der Vorstellung und die Räumlichkeiten an… manchmal braucht es die Konzentration der schwarzen Höhle (Hölle?!) Zuschauerraum, zuweilen aber wünscht man sich auch ein animiertes und belebtes Publikum wie im Globe-Theatre zu Shakespeares Zeiten…

Vielen liebsten Dank!!!

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